20. Februar 2019

Es ist ein Thema, welches uns seit Monaten täglich in den Medien begleitet – Luftqualität. Ultrafeine Staubteilchen und Stickoxide, die in unserer Luft auftreten und diese verunreinigen. Gemessen werden diese Werte, beispielsweise in Aachen, durch zwei fixe Messstationen, deren Messergebnisse für jeden frei verfügbar auf der Website des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW einsehbar sind. Schnell wird deutlich, die Messstation, die in einem Park aufgebaut ist, weist eine wesentlich bessere Luftqualität auf, als die Messstation, die direkt an einer vielbefahrenen vierspurigen Straße steht. Ein Ergebnis, das niemanden überrascht. Wussten Sie, dass diese Messstationswerte eine Aussage über eine Fläche von 5 x 5km² gibt? Zum einen unglaublich, dass eine Messstation, die mitten in der Stadt umgeben von hohen Häusern, eine solche Reichweite haben soll. Auch die Stadt Aachen kam 2018 auf die Idee, dass das nicht ausreicht und installierte, für einen gewissen Zeitraum, weitere Messstationen, die nachträglich in einem Labor ausgewertet wurden.  Ein Schritt in die richtige Richtung. Um aber verlässliche Echtzeitaussagen und Prognosen zu machen, benötigt man Daten, viele Daten.

Genau das ist das Ziel, welches wir gemeinsam mit unserem immatrikulierten Mitglied GEOTAB verfolgen. Daten. Im Ursprung beschäftigt sich das kanadische Unternehmen mit Telemetrie und Flottenmanagement. Hier werden Motordaten, GPS Daten, Füllstandsanzeigen, Wetterdaten und vieles mehr erhoben, warum also nicht auch Informationen zum Thema Feinstaub und Stickoxid? Also traf sich Kollegen vom Center Smart Services und GEOTAB Anfang Dezember und setzte gemeinsam den ersten Prototypen auf. Dieser wurde über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel getestet und zu Beginn des Jahres lag der nächste Prototyp vor. Das erste Unternehmen, welches sich für den Test bereit erklärt hatte, war die Jacobs Gruppe. Der Gedanke, Luftqualität flächendeckend auf der Straße direkt am Verursacher zu messen, überzeugte. Einige Wochen und eine weitere Optimierung des Sensors später, befindet sich dieser auf Aachens Straßen und misst die Luftqualität. Das sind vorerst wenige Daten. Geplant sind weitere Fahrzeuge, die mit Sensor ausgestattet, die Luftqualität mobil messen und ihre Daten direkt in eine Cloud senden, diese Daten werden wir in Form einer „Heatmap“ öffentlich zugänglich machen, so dass jeder, den es interessiert, die Möglichkeit hat, sich über Aachens Luftqualität zu informieren.

Ziel ist aber nicht nur Daten zu sammeln. Das Center Smart Services beschäftigt sich mit der Entwicklung digitaler Geschäftsmodellen, welche Modelle dies sein könnten, wer davon profitiert und wie schnell sich diese auf unser aller Alltag auswirken, darüber erfahren sie hier in Kürze mehr